Anästhesie

In vier Operationssälen stehen hochmoderene Narkosegeräte ( Primus, Fa. Dräger ) sowie ein neues Monitoringssystem der Fa. Philips zur Verfügung. 

Alle modernen Verfahren der Allgemeinanästhesie und der Regionalanästhesie stehen zur Verfügung:  

  1. Viele Eingriffe erfolgen in TIVA ( Totale intravenöse Anästhesie ). Hierzu stehen moderne Infusionspumpen zur Verfügung. Darüber hinaus erfolgen balancierte Anästhesien mit den modernen Narkosegasen Sevoflurane und Desflurane.
  2. Bei schwerkranken Pat. Kann ein invasiven hämodynamisches Monitoring mittels Pulmonaliskatheter oder PiCCO- System durchgeführt werden. Darüber hinaus erfolgt regelmäßig ein intraoperatives Monitoring mittels transösophagialer Echokardiographie ( TEE )
  3. Intrathorakale Eingriffe werden sowohl von der Visceralchrirugischen Abteilung als auch von unserem Wirbelsäulenchirurgen regelmäßig durchgeführt. Für die hierzu notwendige Einlungenventilation stehen sowohl Doppellungentuben als auch moderne Bronchusblocker zur Verfügung.
  4. Zum Mangement des schwierigen Atemweges steht ein speziell ausgerüsteter Notfallwagen zur Verfügung. Auf diesem Wagen befinden sich unter anderem zwei Erwachsenen- Bronchoskope ( 5 mm ) und ein Kinderbronchoskop ( 3,7 mm ).
  5. Im Rahmen der geburtshilflichen Anästhesie werden zur Geburtserleichterung regelmäßig lumbale Periduralanästhesien durchgeführt. Ein Großteil der Sectiones ( Kaiserschnitte ) erfolgen in Spinalanästhesie. Da es in unserem Krankenhaus keine pädiatrische Hauptabteilung gibt kümmert sich die Anästhesieabteilung um die Versorgung der Neugeborenen. Hierzu stehen sowohl im Kreissaal als auch im Operationssaal ein hochmoderner Neugeborenen- Reanimationsplatz zur Verfügung ( Infrarotwärme, Perivent- Beatmung, Babylog, Intraossäre Bohrmaschine EZ-IO ). Es erfolgen regelmäßige Schulungen des gesamten Anästhesiepersonals in der Neugeborenenversorgung. Hier besteht eine hervorragende Zusammenarbeit mit der Neonatologie am Klinikum Deggendorf.
  6. Kinderanästhesien werden regelmäßig in der HNO, der Zahnheilkunde und der Urologie durchgeführt. Auch in der Visceralchirurgie und der Unfallchirurgie ist ein steigender Kinderanteil zu verzeichnen.
  7. Einen Schwerpunkt der Abteilung bildet die Regionalanästhesie. Alle modernen Verfahren der periphären Regionalanästhesie werden als Singleshot oder als Katheterverfahren regelmäßig durchgeführt ( Axillärer Plexus, Infraklavikulärer Plexus, Intraskalinärer Block, Psoas – kompartment Blockade, Femuralis- Blockade, Proximaler und distaler Ischiadikusblockaden ). Große intraabdominale Eingriffe erfolgen in Kombinationsanästhesie, d. H. zusätzlich zur Vollnarkose wird eine thorakale Peridualeanästhesie angelegt. Die Betreuung der Regionalen Schmerzkatheter erfolgt durch einen Schmerzdienst der Anästhesieabteilung.
  8. Zur postoperativen Überwachung steht ein neuer im Januar 2010 in Betrieb gegangener Aufwachraum mit 9 Monitorplätzen zur Verfügung. Es findet sich eine Zentrale Überwachung sowie 2 Einzelboxen.

Man unterscheidet 3 Formen der Anästhesie:

 

Lokal- oder örtliche Betäubung:
Bei der nur ein kleiner Bezirk des Körpers „ empfindungslos „ gemacht wird. 

Regionalanästhesie:

Bei der ein größerer Teil des Körpers betäubt wird.

Allgemeinanästhesie oder Vollnarkose:

Dabei wird der Patient in einen kontrollierten Zustand der Bewusstlosigkeit versetzt.